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Samstag, 3. Februar 2018

UNESCO Weltkulturerbe: Die Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer ist ein antikes Weltwunder mit Türmen und Gehwegen. Die größte militärische Steinfestung und das größte Bauwerk der Menschheit war ein Schutz des chinesischen Reiches gegen die Invasoren aus der Mongolei.

Die Chinesische Mauer
Die Chinesische Mauer
Bau der Chinesische Mauer

Die Bauzeit erstreckte sich zwischen dem 5. Jahrhundert vor Christus und dem 16.
Jahrhundert. Sie wurde gebaut, mehrfach umgebaut und erweitert.

Die Chinesische Mauer überquert Wüsten, Wiesen, Berge und Hochebenen. Wie ein riesiger Drachen windet sie sich über 8.851 Kilometer von Osten nach Westen.

Youtube Video - National Geographic - The Great Wall of China


UNESCO Weltkulturerbe: Die Chinesische Mauer

1987 wurde die Chinesische Mauer in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Die UNESCO begründete es wie folgt:

In 220 v. Chr. unter Qin Shi Huang wurden Teile früherer Befestigungen zu einem gemeinsamen Verteidigungssystem gegen Invasionen aus dem Norden verbunden. Der Bau dauerte bis zur Ming-Dynastie (1368-1644). Die Große Mauer wurde zur größten militärischen Struktur der Welt. Ihre historische und strategische Bedeutung wird nur durch ihre architektonische Bedeutung ergänzt.

Die Große Mauer beginnt im Osten bei Shanhaiguan in der Provinz Hebei und endet in Jiayuguan in der Provinz Gansu im Westen. Der Hauptkörper besteht aus Mauern, Pferdepfaden, Wachtürmen und Unterständen an der Mauer. Er umfasst Festungen und Pässe entlang der Mauer.

Bedeutung der Großen Mauer

Die Große Mauer spiegelt die Kollision und den Austausch zwischen landwirtschaftlichen Zivilisationen und nomadischen Zivilisationen im alten China wider. Es liefert bedeutende physische Beweise für das weitsichtige politische strategische Denken. Es ist ein hervorragendes Beispiel für die hervorragende militärische Architektur, Technologie und Kunst des alten China. Es verkörpert eine einzigartige Bedeutung als nationales Symbol für die Sicherheit von Land und Leuten.

Aufnahmekriterien für das UNESCO Weltkulturerbe

Kriterium (I): Die Große Mauer der Ming ist nicht nur wegen des ehrgeizigen Charakters des Unternehmens, sondern auch wegen der Perfektion ihrer Konstruktion ein absolutes Meisterwerk. Die einzige von Menschenhand auf diesem Planeten gebaute Arbeit, die vom Mond aus gesehen werden kann, stellt die Mauer auf der riesigen Skala eines Kontinents dar, ein perfektes Beispiel für Architektur, die in die Landschaft integriert ist.

Kriterium (II): Während der Chunqiu-Zeit verhängten die Chinesen ihre Konstruktions- und Organisationsmodelle für den Bau der Verteidigungsanlagen entlang der Nordgrenze. Die Verbreitung des Sinizismus wurde durch die von der Großen Mauer bedingten Bevölkerungstransfers noch verstärkt.

Kriterium (III): Dass die Chinesische Mauer ein außergewöhnliches Zeugnis für die Zivilisationen des alten China trägt, wird durch die gestampften Erdteile der Befestigungen der Westlichen Han, die in der Provinz Gansu erhalten sind, ebenso illustriert wie durch die bewundernswerte und allseits anerkannte Mauer der Ming-Zeit.

Kriterium (IV): Dieses komplexe und diachrone Kulturgut ist ein herausragendes und einmaliges Beispiel für ein militärisches Bauensemble, das für 2000 Jahre einen strategischen Einzelzweck verfolgte, dessen Baugeschichte jedoch sukzessive Fortschritte in Verteidigungstechniken und Anpassung an sich verändernde politische Kontexte veranschaulicht.

Kriterium (V): Die Chinesische Mauer hat eine unvergleichliche symbolische Bedeutung in der Geschichte Chinas. Sein Zweck war es, China vor Angriffen von außen zu schützen, aber auch seine Kultur vor den Bräuchen fremder Barbaren zu bewahren. Weil seine Konstruktion Leiden beinhaltet, ist es eine der wichtigsten Referenzen in der chinesischen Literatur, die in Werken wie der "Soldier's Ballad" von Tch'en Lin (ca. 200 n. Chr.) Oder den Gedichten von Tu Fu (712-770) und die populären Romane der Ming-Zeit. (Quelle: http://whc.unesco.org/en/list/438)

Youtube-Video: The Great Wall of China in 4K


Tipps
  • Peking ist der beste Ort, um die Chinesische Mauer zu erreichen. 
  • Berühmte Abschnitte sind Badaling, Juyongguan, Mutianyu, Simatai, Jinshanling und Jiankou.
  • Planen Sie einen Stopover Peking und kombinieren Sie mit Thailand Urlaub.
  • Im Frühling blühen viele Aprikosenbäume entlang der Großen Mauer. Sie wurden damal zur Eigenversorgung gepflanzt.

Wenn auch Sie Peking kennenlernen möchten, empfehlen wir Ihnen einen Stopover Peking oder eine China Rundreise. Informieren Sie sich unter Chinareisen im Reiseblog.

Die Chinesische Mauer in Google Maps

UNESCO Weltkulturerbe: Ming Gräber

Die Ming Gräber mit dem Chang Mausoleum sind eine Begräbnisstätte von Kaisern der chinesischen Ming und Qing Dynastien. Sie gehören zu den imposantesten Kaisergräbern der chinesischen Geschichte und sind UNESCO Weltkulturerbe.

Chang Mausoleum (CC) Wikipedia
Chang Mausoleum (CC) Wikipedia
Wo befinden sich die Ming Gräber?

Die Ming Tombs sind etwa 50 Kilometer von Chinas Hauptstadt Peking entfernt. Sie befinden sich auf einer Fläche von 80 Quadratkilometern am Fuße des Berges Tianshou. 13 der 16 Ming-Kaiser wurden hier begraben. Die Anlage entstand 1409 unter Kaiser Zhū Dì (Yongle). Nach dem Tod seiner Frau wählte er den Platz für sein Chang Mausoleum aus.

Das Chang Mausoleum 

Das Chang Mausoleum ist die größte Grabanlage innerhalb der Ming Gräber. Es gehört zu den imposantesten Kaisergräbern der chinesischen Geschichte. Fertiggestellt wurde die erste Anlage 1427 mit sieben Grabkammern kaiserlicher Konkubinen und eines Eunuchen.

UNESCO Weltkulturerbe

2003 wurden die Ming Gräber zusammen mit den Qing Gräbern in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.

Die UNESCO begründet dies wie folgt: Sie sind feine Arbeiten, die die Architektur der Han und Manchu Zivilisationen kombinieren. Ihr Standort, ihre Planung und ihr Design spiegeln sowohl die philosophische Idee der "Harmonie zwischen Mensch und Natur" gemäß den Fengshui-Prinzipien als auch die Regeln der sozialen Hierarchie wider und veranschaulichen die Vorstellung von der Welt und der Macht in der späteren Zeit der alten chinesischen Gesellschaft. (Quelle: http://whc.unesco.org/en/list/1004)

Video zu den Ming Gräbern


Kaisergräber sind Meisterwerke

Die harmonische Integration bemerkenswerter architektonischer Gruppen in einer natürlichen Umgebung, die nach den Kriterien der Geomantie (Feng Shui) ausgewählt wurde, macht die Kaisergräber der Ming-Dynastie zu Meisterwerken des menschlichen schöpferischen Genies.

Die Gräber stellen eine Phase der Entwicklung dar, in der die früheren Traditionen in die Formen der Ming- und Qing-Dynastie integriert werden und auch die Grundlage für die nachfolgende Entwicklung bilden.

Die kaiserliche Mausolea sind ein herausragendes Zeugnis einer kulturellen und architektonischen Tradition, die diesen Teil der Welt über fünfhundert Jahre lang beherrschte.

Die Architekturen der Kaisergräber sind perfekt in die natürliche Umgebung integriert und bilden ein einzigartiges Ensemble von Kulturlandschaften. Sie sind außergewöhnlichen Beispiele der alten kaiserlichen Gräber Chinas.

Die Ming-Gräber sind schillernde Illustrationen der Überzeugungen, der Weltanschauung und der geomantischen Fengshui-Theorien, die im feudalen China vorherrschten. Sie dienten als Begräbnisstätten für Persönlichkeiten und als Schauplatz für wichtige Ereignisse, die die Geschichte Chinas geprägt haben. (Quelle: http://whc.unesco.org/en/list/1004)

Ming Kaiser Zhū Dì (Yongle) im Chang Mausoleum (C) JUREBU
Ming Kaiser Zhū Dì (Yongle) (C) JUREBU
Aufnahmekriterien für das UNESCO Weltkulturerbe

Kriterium (I): Die harmonische Integration bemerkenswerter architektonischer Gruppen in einer natürlichen Umgebung, die nach den Kriterien der Geomantie (Fengshui) ausgewählt wurde, macht die Kaisergräber der Ming- und Qing-Dynastie zu Meisterwerken des menschlichen schöpferischen Genies.

Kriterium (II): Die Gräber stellen eine Phase der Entwicklung dar, in der die früheren Traditionen in die Formen der Ming- und Qing-Dynastie integriert werden und auch die Grundlage für die nachfolgende Entwicklung bilden.

Kriterium (III): Die kaiserliche Mausolea ist ein herausragendes Zeugnis einer kulturellen und architektonischen Tradition, die diesen Teil der Welt über fünfhundert Jahre lang beherrschte.

Kriterium (IV): Die Architekturen der Kaisergräber sind perfekt in die natürliche Umgebung integriert und bilden ein einzigartiges Ensemble von Kulturlandschaften. Sie sind die außergewöhnlichen Beispiele der alten kaiserlichen Gräber Chinas.

Kriterium (VI): Die Ming- und Qing-Gräber sind schillernde Illustrationen der Überzeugungen, der Weltanschauung und der geomantischen Fengshui-Theorien, die im feudalen China vorherrschen. Sie dienten als Begräbnisstätten für illustre Persönlichkeiten und als Schauplatz für wichtige Ereignisse, die die Geschichte Chinas geprägt haben. Entwicklung der kaiserlichen Palastarchitektur in China. (Quelle: http://whc.unesco.org/en/list/1004)

Ming Gräber besichtigen

Die Gräber sind ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Zu besichtigen sind
  • der Weg der Seelen, 
  • Gräber der Kaiser Zhaoling, Changling, Dingling, 
  • die unterirdische Grabkammer und 
  • Ausstellungen. 
Tipps zum Besuch der Ming Gräber

  1. Verbinden Sie einen Besuch der Chinesischen Mauer mit der Besichtigung der Ming Gräber. 
  2. Sehenswert ist die Ausstellung im Chang Mausoleum, die wichtige Erfindungen in der Epoche zeigt.
  3. Meiden Sie die kalte und heiße Jahreszeiten. Schöner ist es im Frühjahr oder Herbst.
  4. Kombinieren Sie einen Stopover Peking mit einem Thailand Urlaub.

Wenn auch Sie Peking kennenlernen möchten, empfehlen wir Ihnen einen Stopover Peking oder eine China Rundreise. Informieren Sie sich unter Chinareisen im Reiseblog.

Ming Gräber in Google Maps


Freitag, 2. Februar 2018

UNESCO Weltkulturerbe: Kaiserpalast in Peking - Die Verbotene Stadt

Der Kaiserpalast (gu gong) ist ein Wahrzeichen im Herzen von Peking. Er wird auch Verbotene Stadt genannt. Der Baustil steht beispielhaft für die traditionelle chinesische Architektur. Der Palast gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Verbotene Stadt
Die Verbotene Stadt 
Die Verbotene Stadt 

Im Kaiserpalast lebten und regierten die chinesischen Kaiser der Ming und Qing Dynastien bis zur Revolution 1911. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt, daher der Name Verbotene Stadt (zijin cheng).

Symbolik und Bedeutung

Die Verbotene Stadt stellt ein Meisterwerk der chinesischen Architektur dar. Der Bau entspricht der Weltsicht der kaiserlichen Herrscher. Ein schachbrettartiger Grundriss, ausgerichtet nach Yin und Yang an der Nord-Süd-Achse. Die Verbotene Stadt als das Machtsymbol des Kaisers in der Mitte der Erde. Gelbe glasierte Ziegel als Symbolfarbe des chinesischen Kaisers.



Bau des Kaiserpalastes

Der Komplex wurde 1406 bis 1420 mit der Verlegung der Hauptstadt von Nanjing nach Peking gebaut. Er befindet sich nördlich vom Tianan´men Platz. Der Ming-Kaiser Zhū Dì beschäftigte bis zu eine Million Sklaven und mehr als 100.000 Kunsthandwerker für den Bau. Die größte Steinplatte hat z. B. eine Fläche von mehr als 50 Quadratmeter, eine Dicke von mehr als 1,5 Meter und ein Gewicht von 250 Tonnen. Sie wurde von 20.000 Arbeitern im Winter 50 Kilometer weit über eine eigens dafür angelegte Eisschiene in 28 Tagen transportiert.

Verbotene Stadt Wächterlöwe (C) JUREBU
Verbotene Stadt Wächterlöwe (C) JUREBU
Die Verbotene Stadt hat eine Grundfläche von 72 Hektar und eine bebaute Fläche von 150.000 Quadratmetern. Auf dem Gelände befinden sich 890 Paläste und unzählige Pavillons. Es sollen 9.999½ Räume sein. Denn nur der Himmel durfte einen Palast mit 10.000 Räumen besitzen. Die Gebäude wurden auf weißen, von Balustraden gesäumten Marmorterrassen errichtet. Sie haben geschwungene Pagodendächer.

Die Mauer der Verbotenen Stadt ist 10 Meter hoch und 3.428 Meter lang. Sie ist von einem 3.800 Meter langen, 52 Meter breiten und 6 Meter tiefen mit Wasser gefüllten Graben umgeben.

In jeder Himmelsrichtung befindet sich jeweils ein großes Tor mit einem Turm. An den vier Mauerecken steht ein Eckturm. Der Haupteingang ist das Mittagstor (Wumen) oder auch Fünf-Phönix-Tor.

Verbotene Stadt Tor (C) JUREBU
Verbotene Stadt Tor (C) JUREBU
Magische Zahl 9

Länge und Breite der Halle der höchsten Harmonie und der Halle zur Bildung der Gefühle des Kaisers stehen im Verhältnis Neun zu Fünf. Alle Türen haben 81 Nägel, 9 Reihen mit 9 Nägeln. Außer das Donghua-Tor, es hat nur 8 Reihen. Da durch dieses Tor auch Särge getragen wurden, musste die Anzahl Nägel auf eine gerade Zahl reduziert werden. In der Verbotenen Stadt gibt es 13.844 Drachendarstellungen. Auffällig sind die gewählten Symbolfarben, nach oben gewölbte Dächer und Fabeltiere auf den Dächern.

Pagodendach, Malerei, Ziegel, Fabeltiere (C) JUREBU
Pagodendach, Malerei, Ziegel, Fabeltiere (C) JUREBU
Begründung der UNESCO zum Kaiserpalast in Peking

Die Verbotene Stadt in Beijing ist mit ihren landschaftlichen Gärten und vielen Gebäuden (die fast 10.000 Zimmer Möbel und Kunstwerke enthalten) ein unbestrittener Zeuge der chinesischen Zivilisation während der Ming und Qing-Dynastien.

Die Verbotene Stadt im Zentrum von Peking ist das Paradebeispiel für die Entwicklung alter chinesischer Paläste. Sie gibt Einblicke in die gesellschaftliche Entwicklung des spätdynastischen Chinas, insbesondere der Ritual- und Hofkultur.

Die räumliche Anordnung verkörpert das traditionelle Merkmal der Stadtplanung und der Palastarchitektur im alten China. Dazu gehören die
  • zentrale Achse, 
  • symmetrische Gestaltung und Anordnung des äußeren Hofs an der Vorderseite und des Innenhofs an der Rückseite. 
  • Begrünte Höfe. 
Als Vorbild uralter architektonischer Hierarchie, Bautechnik und Architekturkunst beeinflusste es über 300 Jahre hinweg offizielle Gebäude der darauf folgenden Qing-Dynastie.

Die religiösen Gebäude, insbesondere eine Reihe von königlichen buddhistischen Kammern innerhalb des Palastes, die reichhaltige Merkmale der ethnischen Kulturen aufnehmen, sind ein Zeugnis der Integration und des Austauschs in der Architektur zwischen den Manchu, Han, Mongolen und Tibetern seit dem 14. Jahrhundert.

Inzwischen sind mehr als eine Million kostbare königliche Sammlungen, von der königlichen Familie verwendete Artikel und eine große Anzahl von Archivmaterialien über alte Ingenieurtechniken, einschließlich schriftlicher Aufzeichnungen, Zeichnungen und Modelle, ein Beweis für die höfische Kultur und das Recht und die Vorschriften der Ming und Qing-Dynastien.

Aufnahmekriterien für das UNESCO Weltkulturerbe

Kriterium (I): Die kaiserlichen Paläste sind Meisterwerke in der Entwicklung der kaiserlichen Palastarchitektur in China.

Kriterium (II): Die Architektur der Kaiserpalastkomplexe, besonders in Shenyang, zeigt einen wichtigen Austausch von Einflüssen der traditionellen Architektur und der chinesischen Palastarchitektur besonders im 17. und 18. Jahrhundert.

Kriterium (III): Die Kaiserpaläste haben in der Zeit der Ming - und Qing - Dynastien ein außergewöhnliches Zeugnis der chinesischen Zivilisation abgegeben. Sie sind wahre Reservate von Landschaften, Architektur, Einrichtungsgegenständen und Kunstobjekten und tragen außergewöhnliche Zeugnisse der lebendigen Traditionen und der Bräuche des Schamanismus, die von den Manchu seit Jahrhunderten praktiziert werden.

Kriterium (IV): Die Kaiserpaläste bieten herausragende Beispiele der größten palastartigen architektonischen Ensembles in China. Sie veranschaulichen die Großartigkeit der kaiserlichen Institution von der Qing-Dynastie bis zu den früheren Ming- und Yuan-Dynastien sowie Mandschu-Traditionen und präsentieren Beweise für die Entwicklung dieser Architektur im 17. und 18. Jahrhundert.

Video zum Kaiserpalast


Authentizität des Kaiserpalastes

Die Verbotene Stadt bewahrt die herausragende Verkörperung der chinesischen Hierarchie.
Als der größte und am besten erhaltene gebliebene Palast Chinas, aber auch durch die Pracht der roten Mauern und des gelben Drachenmeers, übt der Kaiserpalast eine große Anziehungskraft auf Touristen aus.

Die Hallen des Kaiserpalastes sind majestätisch und meisterhaft konstruiert. Im Palast regierte der Kaiser, der umgeben von seinen Konkubinen, Eunuchen und Dienern war. Dieser Ort war nicht allein für die irdische Regierungsmacht geschaffen worden, sondern zugleich geheiligte Stätte der Verknüpfung des Kosmos mit seinen westlichen Stadthaltern. Nach traditionellen Vorstellungen sollten kaiserliche Tugend und unfehlbare Ausübung der vom Himmel geforderten Riten die Harmonie von yin und yang und somit das Wohlergehen des gesamten Volkes gewährleisten.

Eine gewaltige Befestigungsmauer umschließt die Verbotene Stadt. Drei massive Torgebäude mit jeweils drei Eingangsbögen sind vorhanden, von denen das Mittagstor (wu men ) den Hauptzugang zur Verbotenen Stadt darstellt.

Vor dem Tor der höchsten Harmonie (taihe men ) wurden damals Petitionen an den Kaiser niederlegt.

Zeremoniehallen im Kaiserpalast

Hinter diesem Tor verbirgt sich das Herzstück des Palastes: die drei großen Zeremoniehallen ( san da dian ).

Die erste Halle, die Halle der Höchsten Harmonie (taihe dian), beherbergt den Drachenthron, auf dem der Kaiser bei festlichen Anlässen Platz nahm.

In der kleineren Halle der Mittleren Harmonie ( zhonghe dian ) bereitete sich der Himmelssohn auf die Zeremonien vor.

In der dritten, großen Halle der Bewahrung der Harmonie ( baohe dian ) wurden erfolgreiche Beamtenprüflinge empfangen.

Im Anschluß an die drei Zeremoniehallen gelangt man durch das Tor der Himmlischen Klarheit (qiangqing men) zum gleichnamigen Palast, der Wohn- und Arbeitsräume barg. Im dahinter liegenden Palast des weiblichen Friedens ( kunning gong ) wurden täglich Opferrituale vollzogen.

Palastgarten

Sehenswert ist ein Schmuckstück der chinesischen Gartenbaukunst: der Palastgarten. Ostwärts der letzten großen Zeremoniehalle gelangt man zur berühmten Neun-Drachen-Mauer ( jiulong bi ), die aus glasierten Keramikkacheln mit neun verschiedenfarbigen, fünfzehigen Drachengestalten besteht.

Der Palast des friedvollen Alters, den Kaiser Qianlong 1773 als seinen Altersruhesitz bauen ließ, gehört heute zu den Schatzkammern.

Im Kaiserpalast sind zahlreiche kostbare Kulturrelikte zu finden. Um Sie aufzubewahren und zu schützen, hat man ein Museum gegründet. Es heißt das Kaiser-Palastmuseum. Hier gibt es folgende Abteilungen für
  • Juwelen, 
  • Porzellan, 
  • Malereien und 
  • bronzene Gegenstände.
Quelle: http://whc.unesco.org/en/list/439

Tipps
  • Lernen Sie den Kaiserpalast bei einem Stopover Peking kennen. 
  • Meiden Sie den heißen Sommer und kalten Winter.
  • Für schöne Fotos empfiehlt sich das Frühjahr. Dann ist es auch in Peking angenehm.
  • Richten Sie sich auf eine sehr weitläufige Anlage ein.
  • Kombinieren Sie Peking und Thailand.

Wenn auch Sie Peking kennenlernen möchten, empfehlen wir Ihnen einen Stopover Peking oder eine China Rundreise. Informieren Sie sich unter Chinareisen im Reiseblog.

Mittwoch, 26. März 2014

Kaiserkanal in China - Der längste Kanal der Welt

Der Kaiserkanal in China ist die längste und älteste von Menschen geschaffene Wasserstraße der Welt, stellenweise über 2.500 Jahre alt, etwa 1.782 Kilometer lang und neben der Großen Mauer eines der beeindruckendsten Bauwerke des alten Chinas. Anfrage Shanghai Reise, Telefon 03535 242524, täglich 9 bis 21 Uhr


Kaiserkanal in China
Jinghang Kanal

Auf Chinesisch heißt der Kanal 京杭大运河 Jing-Hang Da Yunhe oder Jinghang Kanal, in Deutsch "Großer Beijing-Hangzhou Kanal". Im Westen wird die künstliche Wasserstraße Großer Kanal oder Kaiserkanal genannt.

Der Jinghang Kanal wurde im Jahr 486 vor Christus gebaut und verband Peking sowie den Norden Chinas mit dem fruchtbaren Mündungsgebiet des Jangtse im Süden.

Zwischen 584 und 610 vor Christus ließen die Sui-Kaiser das Kanalnetz ausbauen. Zur Tang-Zeit wurde der Kanal erweitert, in der Yuan-Dynastie (13. Jahrhundert ) verlängert und teilweise neu trassiert. Zur Zeit der Ming-Dynastie wurde der Große Kanal noch einmal vollständig restauriert und teilweise vergrößert. Im 13. Jahrhundert führten die Mongolen-Kaiser den Jinghang Kanal ins Zentrum ihrer neuen Hauptstadt Peking.

Seine Existenz sicherte die Macht der Zentralregierung in den Provinzen und die Versorgung mit Reis, Getreide und Baumwolle des Nordens.

Der Große Kanal durchfließt heute 30 Städte mit mehr als drei Millionen Bewohnern. Er führt mitten durch das boomende Ostchina und verbindet die fünf Flüsse Haihe, Gelber Fluss, Huaihe, Jangtse und Qiantang.

Geschichte des Kaiserkanals

Die großen Flüsse Chinas fließen von Westen nach Osten ins Meer und behindern eine natürliche Nord-Süd-Verbindung, was den regionalen, wirtschaftlichen und kulturellen Austausch des riesigen Landes sehr beeinträchtigte.

Schon in ganz frühen Zeiten hatten die Chinesen von einem Fluss geträumt, der den Norden Chinas mit dem Süden verbindet. So entstand 486 vor Christus der weltberühmte Kaiserkanal. Es war in jener Zeit, in der Konfuzios, größter Philosoph Chinas, als Wanderlehrer von einem Lehnsstaat zum anderen zog und als Berater an verschiedenen Fürstenhöfen wirkte.

Symbolik

Die in China beliebte Symbolik fällt auch hier auf: Die Große Mauer ist wie ein nach schräg links verlaufender Strich in der chinesischen Schrift, während der Kaiserkanal einem nach rechts unten verlaufenden Strich gleicht. Beide Striche setzen sich zu einem riesigen chinesischen Schriftzeichen, nämlich “人”, zusammen. Und beide Bauwerke spiegeln die wechselvolle Geschichte der Kaiserdynastien und den dramatische Wandel des heutigen China wider.

UNESCO Weltkulturerbe

Es wird geprüft, ob der Kaiserkanal dem UNESCO Weltkulturerbe entspricht und ob er in die Weltkulturerbe Liste eingetragen werden kann.

China Reisen

Lernen Sie auf unseren günstigen China Reisen den Kaiserkanal kennen.


Der Kaiserkanal in Google Maps



Mittwoch, 19. März 2014

China UNESCO Weltkulturerbe

Wenn Sie nach China reisen und die chinesische Kultur erkunden, sollten Sie unbedingt einige der 38 ausgezeichneten Stätten des China UNESCO Weltkulturerbe besuchen. Hier finden Sie nur eine kleine Auswahl. Anfrage China Reisen, info @ kombireise.eu, Tel. 0 35 35/24 25 24, täglich 8 bis 21 Uhr

The Great Wall China
Die Große Mauer

Die China Mauer ist mit über 8.851,8 Kilometern das längste, an Volumen und Masse das größte Bauwerk der Welt. Diese Grenzbefestigung diente gleichzeitig als Verteidigungswall und Schutz vor den nomadischen Reiterstämmen aus der Mongolei. Mehr Informationen zur China Mauer

Terrakotta Krieger in Xian

Tausende von Terrakottakriegern und Terrakottapferden stehen im Grab des ersten chinesischen Kaisers, das er bereits mit 13 Jahren plante und dessen Bau fast 40 Jahre dauerte.

Terrakotta Krieger in Xian
Himmelstempel in Peking

Der Tempel gilt als der größte in China und ist ein Wahrzeichen von Peking. Er befindet sich in einer riesigen Parkanlage mit 360 Meter langen Ehrenwegen und zahlreichen Ehrentoren, der Halle des Erntegebets, der Halle des Himmelsgewölbes und dem Himmelsaltar. Die quadratische Anlage (Erde) mit dem gedachten kreisrunden Himmel, mit Echomauer, Architektur und die vielen Symbole sind einmalig.

Himmelstempel in Peking
Verbotene Stadt oder Kaiserlicher Winterpalast

Der Winterpalast ist mit seinen 9.999,5 Räumen die größte Palastanlage und das größte Museum der Welt. Der schachbrettartige Bau auf der Nord-Süd-Achse Pekings, die einmalige Palastarchitektur, die kunsthandwerklichen Verzierungen, Farben, Formen und Muster sind eindrucksvoll.

Verbotene Stadt
Kaiserlicher Sommerpalast

Der Kaiserliche Sommerpalast befindet sich 250 Kilomter nordöstlich von Peking. Eindrucksvoll ist der kaiserliche Garten mit seinen Gebäuden und Wegen zum Meditieren und Verweilen. Einen ersten Eindruck der kaiserlichen Gartenarchitektur gewinnen Sie im Garten des Winterpalastes.

Kaiserlicher Sommerpalast
Ming Gräber

Die Ming-Gräber („Dreizehn Gräber der Ming-Dynastie“) oder Ming Tombs sind eine Begräbnisstätte der Kaiser der Ming Dynastie. Sie befindet sich etwa 50 Kilometer von Peking entfernt am Fuße des Tianshou Berges. 13 von 16 Ming-Kaisern und ihre Konkubinen sind hier begraben. Der Bau ist streng nach den Prinzipien des Feng Shui angelegt und ähnelt der Palastarchitektur der Kaiserpaläste.

Ming Gräber
Karstlandschaft in Wulong Südchina (N/2007)

Die Karstlandschaft von Wulong bei Chongqing steht seit 2007 auf der UNESCO Liste. Die Chinesen bezeichnen sie als "die schönste Landschaft unter dem Himmel".

Karstlandschaft 
Potala-Palast, Jokhang-Tempel und Norbulingka-Palast in Lhasa

Die eindrucksvolle Tempel- und Palastanlage des Dalai Lama ist heute ein Museum in Tibet.

Potala-Palast
Klassische Gärten von Suzhou

Die Gärten von Suzhou in Südchina stehen für eine hervorragende chinesische Gartenarchitektur aus dem Mittelalter und die taoistische Hinwendung zur Natur.

Gärten von Suzhou
Panda Naturreservat in Sichuan

Fast ein Drittel aller wild lebenden Pandas sind im Naturreservat in Sichuan angesiedelt. Es ist das wichtigste Schutzgebiet für diese gefährdete Tierart.

Panda Naturreservat
Übersicht über das gesamte China UNESCO Weltkulturerbe
  1. Große Mauer (K/1987)
  2. Bergregion Taishan (K/N/1987)
  3. Kaiserpaläste der Ming- und der Qing-Dynastien in Beijing und Shenyang (K/1987; 2004 erweitert)
  4. Höhlen von Mogao (K/1987)
  5. Grabmal des ersten Kaisers von China, Qin Shi Huang (K/1987)
  6. Fundstätte des "Peking-Menschen" in Zhoukoudian (K/1987)
  7. Gebirgslandschaft Huangshan (K/N/1990)
  8. Landschaftspark Jiuzhaigou-Tal (N/1992)
  9. Kalksinterterrassenlandschaft Huanglong (N/1992)
  10. Landschaftspark Wulingyuan (N/1992)
  11. Sommerresidenz und zugehörige Tempel bei Chengde (K/1994)
  12. Konfuziustempel, Friedhof und Residenz der Familie Kong in Qufu (K/1994)
  13. Taoistische Heiligtümer in den Bergen von Wudang (K/1994)
  14. Historisches Ensemble Potala-Palast in Lhasa (Potala-Palast, Jokhang-Tempel und Norbulingka-Palast) (K/1994; 2000 und 2001 erweitert)
  15. Nationalpark Lushan (K/1996)
  16. Berglandschaft Shan Emei und "Großer Buddha von Leshan" (K/N/1996)
  17. Altstadt von Lijiang (K/1997)
  18. Altstadt von Ping Yao (K/1997)
  19. Klassische Gärten von Suzhou (K/1997; 2000 erweitert)
  20. Kaiserlicher Garten (sog. Sommerpalast) bei Peking (K/1998)
  21. Himmelstempel mit kaiserlichem Opferaltar in Peking (K/1998)
  22. Felsbilder von Dazu (K/1999)
  23. Mount Wuyi (K/N/1999)
  24. Dörfer Xidi und Hongcun (K/2000)
  25. Kaiserliche Grabstätten der Ming- und der Qing-Dynastien (K/2000; 2003 und 2004 erweitert)
  26. Grotten von Longmen (K/2000)
  27. Berg Qincheng und Bewässerungssystem von Dujiangyan (K/2000)
  28. Yungang-Grotten ("Wolkengrat-Grotten") (K/2001)
  29. Schutzzonen im Nationalpark der "Drei parallel verlaufenden Flüsse" in Yunnan (N/2003)
  30. Ruinen der ehem. Hauptstädte und Gräber des antiken Königreichs Koguryo (K/2004)
  31. Historisches Zentrum von Macao (K/2005)
  32. Panda-Naturreservat in Sichuan (N/2006)
  33. Yin Xu (K/2006)
  34. Karstlandschaft in Südchina (N/2007)
  35. Dialolou-Türme und Dörfer in Kaiping (K/2007)
  36. Tulou-Lehmrundbauten in Fujian (K/2008)
  37. Nationalpark Mount Sanqingshan (N/2008)
  38.  Mount Wutai (K/2009)
China UNESCO Weltkulturerbe erkunden

Auf einer China Rundreise lernen Sie Stätten des China UNESCO Weltkulturerbes kennen. Wenn auch Sie China kennenlernen möchten, empfehlen wir Ihnen einen Stopover Peking oder eine China Rundreise. Informieren Sie sich unter Chinareisen im Reiseblog.

UNESCO Weltkulturerbe: Chinesische Mauer

Das UNESCO Weltkulturerbe Große Mauer China gilt als das größte menschliche Bauwerk in der Geschichte. Die Chinesische Mauer wurde jedoch nie vollendet. Anfrage China Reisen, info @ kombireise.eu, Tel. 0 35 35/24 25 24, täglich 8 bis 21 Uhr

Große Mauer China
Karte der Chinesischen Mauer 

Auf der Karte der Chinesischen Mauer erkennen Sie den Verlauf der Mauer.

Great Wall China,wikipedia by Ksyrie
Die Chinesische Mauer

Die heutige Chinesische Mauer aus der Ming Dynastie misst 8.851,8 Kilometern Länge nach neuester Messung in 2007-2009, die Hauptmauer 2.400 Kilometer.

Sie verläuft auf Bergkämmen über Hügel und durch Täler in west-östlicher Richtung durch fünf Provinzen vom Jiayuguan-Pass in der Wüste Gobi bis zum Shanghaiguan-Pass an der Ostküste.

500 Kilometer westlich der Festung Jiayuguan befinden sich Teile der Chinesischen Mauer, die die mittlere Route der Seidenstraße schützen sollten. Hier zogen reich beladene Handelskarawanen nach Westen.

Chinesische Mauer in Google Maps

Erkunden Sie in Google Maps die Große Mauer, betrachten Sie diese über Google Earth. sehen Sie sich Fotos an.



Ming Dynastie

Um diesen Mauerbau zu begreifen, ist ein Blick in die Geschichte notwendig.

1368 bis 1644 herrschte die Ming Dynastie. Die Kaiser zentralisierten die Staatsgewalt in Peking und bemühten sich um den Wiederaufbau des Ansehens Chinas. Sie bauten das Reich der Mitte als bedeutendste See- und Wirtschaftsmacht in Ostasien aus.

Chinas Wohlstand wuchs

Unzählige Bebauungs- und Bewässerungsprojekte in der Landwirtschaft entfielen in diese Zeit. Es wurden bis zu fünf Millionen Hektar Land pro Jahr erschlossen. Die Einnahmen aus der Getreidesteuer verdreifachten sich in sechs Jahren.

In 20 Jahren wurden bis zu einer Milliarde Obstbäume, Bäume für die Flotte und Maulbeerbäume für die Seidenherstellung gepflanzt. Chinas Wohlstand wuchs und wuchs und damit die Gefahr von außen.

Das Mongolische Reich

Unter der Führung Dschingis Khans (1155/1162–1227) errichteten die Mongolen das größte Landreich der Geschichte in der Größe von 29.000.500 Quadratkilometer und unterwarfen mehr als 100 Millionen Menschen ihrer Gewalt.

Die Mongolen waren Nomadenvölker, die an den sie umgebenden hochentwickelten landwirtschaftlichen und städtischen Kulturen teilhaben wollten. Sie überfielen immer wieder China im Norden und plünderten die Grenzregionen.

Von 1280 bis 1368 wurde Chinas Norden durch die Mongolen regiert. Die "Barbaren" konnten 1368 wieder aus dem Land vertrieben werden.

Restaurierung der Chinesischen Mauer

Der erste Ming-Kaiser Hongwu (1368-1399) beauftragte seinen General Xu Da mit der Instandsetzung der Mauer aus den früheren Jahrhunderten. In den folgenden 170 Jahren wurde der gesamte Verlauf der Mauer erneuert und an vielen Stellen ausgebaut. Die meisten der heute noch erhaltenen Abschnitte der Chinesischen Mauer stammen aus dieser Zeit.

Versagung der Handelsrechte

1549 forderte der Chahar-Fürst Altan Khan, ein Nachfahre Dschingis Khans, Handelsrechte für die Mongolei. Der mongolische Gesandte wurde auf Befehl des Ming-Kaisers getötet und das Gesuch abgewiesen. 1550 wiederholte der mongolische Herrscher das Gesuch erfolglos.

Mongolen drangen 1550 bis Peking vor

Die Ablehnung der Handelsrechte durch den chinesischen Kaiser war die Ursache für einen der schlimmsten Kriege dieser Zeit.

Im September 1550 drangen 100.000 Mongolen erstmals bis Peking vor und brandschatzten die Vorstädte Pekings. 60.000 Chinesen und große Viehbestände wurden getötet. 40.000 Menschen gerieten in Gefangenschaft.

Nun rächte sich, dass China nur eine kleine Armee von 120.000 demoralisierten Soldaten hatte und die 2.000 Jahre alte Schutzwälle aus gestampftem Lehm durchlässig waren.

Die reichste Dynastie dieser Epoche konnte sich nicht verteidigen und wurde durch die Mongolen gedemütigt.

Überfälle an der Küste

Wirtschaftswachstum und Wohlstand beförderten nun die Überfälle der Japaner von Chinas Seeseite. Die Küstenregionen wurden geplündert und die Menschen getötet.

In dieser Situation sandte der Ming-Kaiser den jungen General Qi Jiguang 1555 an die südliche Ostküste Chinas, um China zu verteidigen.

Erste Berufsarmee entstand

Da Qi nur wehrlose Bauern und Handwerker vorfand, rekrutierte er eine Berufsarmee aus 6.000 Einwohnern. Qi bildete sie in Feuerwaffen, Pfeil und Bogen und im Nahkampf aus. Dafür schrieb er das erste militärische Ausbildungsbuch.

Die Japaner setzten im Kampf schwere Pfeile und lange Lanzen ein und waren der „Armee der Familie Qi“ nicht gewachsen. 1561 griffen Tausende japanische Piraten mit über Hundert Kriegsschiffen das Gebiet Taizhou von Zhejiang an. Die Qi-Armee siegte in allen 9 Gefechten und vernichtete alle Feinde.

Traum vom unbesiegbaren Reich

General Qi Jiguang wurde darauf für seine hervorragenden Kriegsverdienste zum Armeekommandeur nach Fujian im Südosten Chinas befördert und träumte vom unbesiegbaren Reich der Mitte.

Die Chinesische Mauer als Vision

General Qi entwickelte nun auf dem Papier die Vision einer undurchdringbaren Verteidigungsanlage.

"Diese Mauer wird anders sein als das, was es bisher gab."

Im Pekinger Nationalarchiv befinden sich die Zeichnungen für die größte, lückenlose Grenzbefestigung der Welt.

Komplexes Verteidigungssystem

Der Mauerplan sah eine neue Verteidigungsstruktur unter Einbeziehung der alten Lehmwälle vor. Sie dienten nun den Spähtrupps als vorgeschobene Posten in einem System gestaffelter Bollwerke aus Wassergräben, Lehmwällen, Ziegelmauern, Wehr- und Signaltürmen. Je 50 Soldaten sollten einen Wehrturm besetzen.

Video zur Great Wall China


Die Chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer wurde von 1569 bis 1584 als eine hochmoderne Verteidigungsanlage mit Waffen- und Schützenständen, Schießscharten und Unterkünften gebaut.

Die seitlichen Stützwände und die Pflasterung auf der Mauerkrone bestanden nun aus Steinen und mehreren Schichten gebrannter Ziegel. Als Füllmaterial für den Raum zwischen den Seitenmauern wurden Sand und Gestein eingesetzt.

Hunderte von Ziegeleien schossen aus dem Boden. Sie brannten eine halbe Million Ziegel einheitlicher Größe pro Woche, 15 Milliarden Ziegel insgesamt. Diese waren 40 Zentimeter lang und 15 Zentimeter breit. 5 Kilogramm Sand oder 100 Millionen Tonnen insgesamt, Kalk und Brennholz wurden je Ziegel verarbeitet.

Volumenmäßig entsprach es 15 großen ägyptischen Pyramiden. Das imposante Bauwerk war ein Zeugnis großer technischer Fähigkeiten und organisatorischer Meisterleistung.

Great Wall China
Die Große Mauer

20.000 Soldaten bauten die trapezförmige Große Mauer innerhalb von 5 Jahren in Bautrupps von je 250 Mann. Gleichzeitig entstanden Unterkünfte für die Soldaten. Die Familien wurden entlang der Mauer angesiedelt, um die Verpflegung zu garantieren. Sie vermehrten und veredelten Milliarden wilder Aprikosen- und Pflaumenbäume, um Hungersnöten vorzubeugen. Die Landwirtschaft gedieh, die Bevölkerung wuchs.

Maße der Großen Mauer

Die Höhe und Breite der Anlage richtete sich nach der Topografie des Geländes. An steilen Berghängen war sie niedriger als in Tälern. Im Durchschnitt betrug die Höhe sieben bis acht Meter. Der Querschnitt der Mauer war trapezförmig. Die Breite am Mauerfuß lag bei sechs bis sieben Metern.

Die Mauerkrone war bis zu 3,7 Meter breit. So konnte die Chinesische Mauer als Straße benutzt werden und bot in unwegsamem Gelände eine schnelle Verbindung.
Auf der Mauer verlief auf der Innenseite eine etwa ein Meter hohe Brustwehr. An der Außenseite schützten zwei Meter hohen Zinnen die Soldaten vor den Pfeilen und Speeren der Angreifer.


Treppen in regelmäßigen Abständen führten auf die Mauern.

Wach- und Signaltürme 

Im Abstand von einigen hundert Metern unterbrachen Wachtürme den Verlauf der Mauer. In den zweigeschossigen, rechteckigen Türmen, die eine Höhe von 10 bis 12 Metern erreichten, befanden sich in den unteren Teilen die Lagerräume und die Unterkünfte für die Wachmannschaften.

Es wurden circa 25.000 ungefähr 12 Meter hohe Türme errichtet. 15.000 weitere Signaltürme sicherten die Kommunikation mit der Hauptstadt.

Reste von Signaltürmen wurden noch bei Kaschgar im äußersten Westen gefunden. Hier sollte die Große Mauer die Seidenstraße schützen.

Eine schnelle Verständigung war für die chinesischen Soldaten besonders wichtig, da die mongolischen Reiternomaden in ihrer Kriegführung sehr mobil und flexibel waren. Sie konnten ihre Truppen schnell von einem Mauerabschnitt zu einem anderen verlagern, um so Schwachstellen bei der Besatzung zu nutzen.

Signale

Feuer- und Rauchzeichen zur Kommunikation am Tage oder in der Nacht waren vorgeschrieben. Dazu wurde unter anderem Wolfskot benutzt.

Ein System akustischer Signale mittels Kanonenschüsse informierte über die Zahl der Angreifer.

Für die Weitergabe dieser Nachrichten benutzten die Chinesen einen Code. Einer Gruppe von 100 Angreifern entsprach eine Rauchsäule und ein abgefeuerter Schuss. Für 500 Angreifer verwendeten die Soldaten zwei Rauchsäulen und zwei Schüsse. Drei Rauchsäulen und drei Schüssen bedeuteten 1.000 Feinde. Innerhalb eines Tages konnten die Informationen rasch über eine Strecke von mehreren hundert Kilometern übertragen werden.

Erste Bewährungsprobe

Im März 1575 drangen wieder mongolische Reitertruppen nach China vor. Erstmalig gewannen die Chinesen die Schlacht und nahmen den Anführer, den Bruder des Mongolenherrschers, gefangen.

Immense Kosten

Der Mauerbau verschlang das 2,5 fache der Staatseinnahmen Chinas. Der neue Ming-Kaiser wurde von seinen Beratern gegen den General Qi und seinen Protektor, den Großsekretär des Kaisers, aufgehetzt.

Dem Sekretär wurden Korruption und Verschwendung, dem General die Verletzung des göttlichen Gebots der Ausgewogenheit vorgeworfen. Er wurde 50-jährig aus dem Armeedienst entlassen, ohne die Chinesische Mauer je zu vollenden. Die Ming-Kaiser vernachlässigten die Armee und Mauer. Der General starb 1 Jahr später.

Staatsbankrott

Im Mai 1644 fielen Mandschu-Stämme (Mongolen) dort ein, wo die China Mauer durchlässig war. Sie stürzten den letzten Ming-Kaiser und errichteten die Qing-Dynastie, die sich bis 1911 hielt.

Kulturrevolution 1966-1969

In der Zeit der Kulturrevolution richtete sich die Zerstörungswut wurden Hunderte Kilometer Mauer zerstört und das Material für den Bau von Straßen eingesetzt.

Geist der Chinesischen Mauer

Die alten Chinesen hielten die Mauer für einen Drachen, aus dessem Schweif die Nation entsprungen sei. Der große Geist der Chinesischen Mauer lebt in den chinesischen Menschen fort. Sie sehen die China Mauer als Symbol der Stärke und Kultur und verehren ihren General Qi.

Die Chinesische Mauer heute

Seit Anfang der 1970er Jahre und insbesondere seit dem Tod von Mao Tse Tung(1976) veränderte sich Chinas Verhältnis zu seiner Geschichte und Kultur. Die Große Mauer wurde zu einem nationalen Symbol ersten Ranges. 1984 rief der chinesische Staatschef Deng Xiaoping zum Wiederaufbau der Chinesischen Mauer auf.

Kein ausländischer Politiker besucht heute die Volksrepublik, ohne einen der restaurierten Abschnitte der Chinesischen Mauer besichtigt zu haben.

Die China Mauer wird heute mit staatlichen Mitteln ständig restauriert. Eine "Gesellschaft zum Schutz der Chinesischen Mauer" hat die Mauer 2007 bis 2009 neu vermessen und den Zustand erfassen lassen.

UNESCO Weltkulturerbe Große Mauer

1987 wurde die China Mauer von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen.

Die Chinesische Mauer bei Badaling

70 Kilometer nordwestlich von Peking befindet sich der Ort Badaling mit dem landschaftlich schönsten Abschnitt der China Mauer.

1952 wurde erstmals ein Teil der Mauer bei Badaling restauriert und für die Öffentlichkeit frei gegeben.

20 Kilometer sind heute begehbar. Von einem Aussichtsturm können Sie bei schönem Wetter Peking sehen. Wählen Sie am besten den linken Aufstieg. Hier sind weniger Touristen. Der Aufstieg ist leichter als der Abstieg. Sie werden für eine grandiose Sicht entschädigt.

Der Mauerabschnitt bei Badaling wird heute für Staatsbesuche und -empfänge sowie Fernsehübertragungen genutzt. Die Anlagen sind erneuert und sehr gepflegt. Am Fuße der Mauer befinden sich ein Hotel, Restaurants, Parkplätze u. a.

Reisetipp

Besuchen Sie die Große Mauer bei einem Stopover Peking.



Montag, 9. August 2010

Tulou, Rundhäuser und Erdhäuser in der chinesischen Provinz Fujian

Zum UNESCO Weltkulturerbe gehören seit 2004 die weltweit einzigartigen Erdhäuser und Rundhäuser in der Provinz Fujian. Die schmucklosen Häuser wachsen wie riesige Pilze aus dem dunklen Grün der Berge und erinnern an UFOs. So mysteriös, dass die ersten ausländischen Besucher, CIA-Agenten, 1960 sogar eine "verdächtige chinesische Raketenbasis" vermuteten.

Tulou, Quelle: China Daily, Wang Ru

Provinz Fujian

Die Provinz liegt an der der Südostküste Chinas gegenüber von Taiwan. Sie ist flächenmäßig etwas größer als die frühere DDR, hat jedoch die doppelte Einwohnerzahl. Das Territorium ist bergig und waldig, das Klima subtropisch.

Die Provinz Fujian unterhält übrigens seit 1989 eine Provinzpartnerschaft mit Rheinland-Pfalz.

Naturschutzgebiet

Die Gegend mit dem Wu Ji Shan-Gebirge gehört zu den schönsten und ursprünglichsten Landschaften Chinas. Mit 570 Quadratkilometern ist es eins der größten Naturschutzgebiete der Welt. Spektakuläre Felsformationen, glasklares Wasser aus Felsen und saftig grüne Teeplantagen prägen das Bild. Vom Gipfel bietet sich ein Blick wie auf "eine auf Seide gemalte Landschaft".

3.000 Pflanzenarten, darunter 1.000-jährige Maulbeerbäume, und 500 Tierarten sind beheimatet. Der "Fluss der 9 Windungen" durchzieht die Landschaft. Auf Flößen erscheinen die Berge noch gewaltiger und geben den Blick auf Felsengräber frei.

Hier wächst der teuerste Tee Chinas, der Wu Ji Shan "Steintee".

Anreise nach Fujian

Über die internationalen Flughäfen in Xiamen und Fuzhou oder über die Luftfahrtkreuze Peking, Shanghai und Hongkong sind Flüge nach China möglich. Anschlüsse bieten chinesische Regionalfluglinien zu einem der größeren Flughäfen in den Städten Xiamen (193 km), Quanzhou (249 km), Sanming (205 km) und Dongshan (280 km). Die Entfernungsangaben beziehen sich auf Yongding (siehe Karte unten).

Eine Anreise mit der Bahn ist vom 880 Kilometer entfernten Shanghai möglich. Während dieser Chinareise lernen Sie Land und Leute kennen. Reisen Sie unbedingt Erster Klasse.

Volk der Hakka

Die ethnische Minderheit der Hakka zog während der Tang Dynastie (618-907 nach Christus) wegen großer Kälte aus Zentral-China in die subtropische Küstenprovinz Fujian. Dort bauten die Hakka runde Erdhäuser. Diese Tolou im Stil einer Festung sollten vor Räubern und wilden Tieren schützen. In Yongding stehen heute noch mehr als 4.360 dieser Miniaturfestungen.

Die Hakka sind fleißig, unabhängig und bildungsinteressiert.

Tolou, Erdhäuser und Rundhäuser

Die Außenwände der bis zu 5.000 Quadratmeter großen Gebäude sind entweder rund, wenige rechteckig. Die Wände aus Stampflehm, Stein und Kalk halten im Winter warm und kühlen im Sommer.

Erdwälle, Äste, Balken aus Holz, Klebreis, brauner Zucker und Bambus dienen als Baustoffe für das Fundament.

Fenster nach draußen dienten früher als Schießscharten. Über dem Eingang steht der Name des Familienclans.

Baustil der Rundhäuser

Im Zentrum des Rundhauses steht das wichtigste Gebäude, der Tempel zur Ahnenverehrung. Um ihn verteilen sich vier Stockwerke, die nach dem Hof offen sind. Von langen, offenen Gängen gelangt man in die Räume.

Die 4 Stockwerke auf circa 5.000 Quadratmetern sind funktional gegliedert und werden heute wie früher genutzt. Im Erdgeschoss befindet sich das Vieh, darüber sind die Futter- und Lebensmittelläger. Im dritten Stockwerk wird gewohnt und im vierten geschlafen.

Früher bewohnten 500 Menschen einer Großfamilie ein Rundhaus. Heute sind es manchmal nur noch 50. Für die gruppenorientierte chinesische Gesellschaft ist das Rundhaus ein idealer Bau für den Zusammenhalt und die Pflege des Gemeinschaftslebens.

"Der Prinz von Tulou" in Yongding (Zhencheng Lou)

Eins der schönsten Rundhäuser trägt den Namen "Der Prinz von Tulou". Seine herrliche Gestalt und sein einzigartiges Interieur erinnern an einen Prinzen.

Das Design ist durch die chinesische Bagua, ein achtseitiges Diagramm vom I Ching (Buch der Wandlungen), inspiriert.

Die 5.000 Quadratmeter große Fläche besteht aus einem inneren und äußeren Ring und einer zentralen Halle. Der äußere Ring hat vier Stockwerke mit je 48 Zimmern.

Der äußere Ring ist in acht Teile geteilt, wobei jede Seite einen Innenhof bildet und durch Feuermauern getrennt ist. Im Innenhof trocknen die Bauern noch heute ihren Mais in der Sonne.

Der Innenring hat zwei Stockwerke mit je 30 Zimmern. Eine Halle mit antikem griechischen Baustil ist für Familienfeiern, wie Hochzeiten, Beerdigungen und Besprechungen, vorgesehen.

Es gibt zwei Brunnen, im Osten den "Brunnen der Weisheit" und im Westen den "Brunnen der Schönheit". Wer das wärmere Wasser der Weisheit trinkt, wird klug. Das Wasser der Schönheit ist kühl und macht schön.

Zhencheng Lou ist die Heimat von 14 Familien der Großfamilie Lin. Die Mitglieder haben an Top-Universitäten in Japan oder China studiert. Einige ließen sich in Singapur oder Hongkong nieder und haben den Familienclan verlassen.

Tourismus in Yongding

1991 öffneten sich die Rundhäuser für Touristen. Die Familie Lin stellte die erste Reiseleitung in Yongding. Sie war für Fachleute und Touristen aus über 20 Ländern tätig.

Der Zustrom der Touristen hat das Leben verändert. Lin und andere Clan-Mitglieder führen ihre Großfamilie jetzt wie ein Unternehmen. Souvenirläden, Restaurants und Pensionen sind entstanden. Die lokale Regierung fördert die Erhaltung der alten Gebäude.

Video Rundhäuser in Fujian


Wenn auch Sie China kennenlernen möchten, empfehlen wir Ihnen einen Stopover Peking oder eine China Rundreise. Informieren Sie sich unter Chinareisen im Reiseblog.

Tulou Fujian in Google Maps